So erstellst du aus einem iPhone-LiDAR-Scan einen Grundriss
Aktuelle iPhones und iPads besitzen einen LiDAR-Scanner – denselben Tiefensensor, der für AR genutzt wird – und er ist genau genug, um aus einem zweiminütigen Rundgang einen sauberen, vermessenen Grundriss zu machen. Hier ist der komplette Ablauf von Anfang bis Ende.
Was du brauchst
- Ein iPhone oder iPad mit LiDAR-Sensor. Das sind alle Pro-iPhones ab dem iPhone 12 Pro (Pro und Pro Max) sowie iPad-Pro-Modelle ab 2020. Die Nicht-Pro-iPhones haben kein LiDAR.
- iOS 26 oder neuer.
- Eine Scan-App. In dieser Anleitung verwenden wir FloorLens – das Scannen, Vermessen und Exportieren ist kostenlos.
Schritt 1 — Den Raum scannen
Öffne die App und starte einen Scan. Halte das Gerät hoch und gehe langsam an den Wänden entlang, während du den Sensor etwa 1–2 Meter von den Oberflächen entfernt hältst. Lass dir an Ecken, Türen und Fenstern Zeit – das sind die Kanten, die den Grundriss definieren. FloorLens zeigt dir während der Bewegung ein Live-Feedback zur Abdeckung und hebt Bereiche hervor, die noch einen besseren Durchgang brauchen. So gelingt dir die saubere Erfassung gleich beim ersten Mal, statt später Lücken zu entdecken.
Für einen einzelnen Raum dauert das weniger als eine Minute; eine ganze Wohnung sind meist ein paar Minuten gemächliches Gehen.
Schritt 2 — Grundriss und 3D-Szene sind sofort fertig
Es gibt keinen separaten „Generieren“-Schritt und kein Warten. Sobald der Scan abgeschlossen ist, hast du sowohl einen sauberen, nach Norden ausgerichteten Grundriss als auch eine bearbeitbare 3D-Szene desselben Raums. FloorLens nutzt den Kompass des Geräts, damit die Zeichnung zur realen Welt passt – bis hin zum magnetischen Norden – und enthält bereits Raumflächen, Deckenhöhen, Türanschläge und Fensterpositionen.
Die Maße gibt es gratis dazu: Wandlängen, Raumflächen, Deckenhöhen sowie Objektabmessungen und -grundflächen werden für jedes Element automatisch berechnet – kein Maßband, keine manuellen Maßlinien.
Schritt 3 — Prüfen und bearbeiten – in beiden Ansichten
Sieh dir das Ergebnis kurz an und bessere aus, was der Scan verpasst hat. Du kannst Wände und Objekte hinzufügen, entfernen, verschieben, drehen oder skalieren und die Anschlag- oder Schieberichtung einer Tür festlegen. Das Entscheidende: Du kannst entweder im Grundriss oder in der 3D-Szene bearbeiten, und eine Änderung in der einen Ansicht wird in der anderen übernommen – die beiden Ansichten bleiben synchron und driften nie auseinander. Eine Minute Feinschliff lässt den fertigen Grundriss professionell aussehen. Füge Raumnamen, Notizen und Objektdetails (Adresse, Preis, Zimmer) hinzu, damit du ihn direkt an einen Kunden übergeben kannst.
Schritt 4 — Exportieren oder teilen
Es gibt zwei Wege, den Grundriss aus der App zu bekommen:
- Eine Datei exportieren. Ein sauberes PDF mit Grundriss, Maßen und Objektinformationen oder die aktuelle Ansicht als JPG, PNG oder SVG exportiert.
- Einen Weblink teilen. Lade den Scan hoch und du erhältst einen Link samt QR-Code. Wem auch immer du ihn schickst, öffnet einen schnellen, browserbasierten 3D-Viewer – mit Puppenhaus-, Grundriss- und Ego-Foto-Modus – ohne App und ohne Login, ob auf dem Handy oder Laptop.
Das Teilen im Web ist der Teil, den Kunden lieben: Statt eines flachen PDFs bekommen sie mit einem Tipp einen interaktiven 3D-Rundgang. Im kostenlosen Tarif kannst du jeweils einen Scan im Web teilen (er wird nach 48 Stunden automatisch gelöscht); kostenpflichtige Tarife behalten mehr, und das länger.
Tipps für einen sauberen Scan
- Scanne bei gleichmäßigem Licht und öffne die Jalousien – LiDAR braucht zum Messen kein Licht, aber es hilft den Foto-Texturen.
- Räume ein wenig auf; ein freier Boden und freie Wände ergeben eine sauberere Geometrie.
- Gehe den gesamten Umfang jedes Raums ab, statt in der Mitte stehen zu bleiben.
- Stelle dich frontal vor Fensterwände, damit Öffnungen sauber erfasst werden.
- Wenn das Feedback zur Abdeckung einen dünn erfassten Bereich markiert, mach einen langsamen zweiten Durchgang darüber.
Wie genau ist das?
iPhone-LiDAR ist über einen Raum hinweg typischerweise auf wenige Zentimeter genau – mehr als genug für Exposés, Mietanzeigen, Raumplanung und Renovierungsangebote. Für rechtliche oder bauliche Abnahmen hat es keine Vermessungsqualität, aber für Werbung und die Planung eines Zuhauses ist es schnell, wiederholbar und wirklich nützlich.
Verwandle deinen nächsten Raum in einen teilbaren 3D-Grundriss
Mit FloorLens sind Scannen, Vermessen und Exportieren kostenlos. iPhone & iPad mit LiDAR, iOS 26+.
Im App Store laden